ist bildende Künstlerin. Im Iran leitete sie ein Kunstinstitut und verfügt über langjährige Erfahrung in der Kunstvermittlung. Derzeit entwickelt sie konzeptuelle Workshops und partizipative Projekte. In ihren Arbeiten – Zeichnung, Kohle, Aquarell und Mixed Media – beschäftigt sie sich mit Identität, Erinnerung und dem Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft.
21.8.2026 18:00–20:00 Uhr
Vermittlung
Workshop

Ausstellungsansicht HALLE FÜR KUNST Steiermark, Graz; foto:kunst-dokumentation.com
Diese Session konzentriert sich auf das Konzept der Selbstbeobachtung im Denken Oswald Wieners – also auf die Wahrnehmung und Reflexion von Denkprozessen, Wahrnehmung und der Übersetzung innerer Erfahrungen. Obgleich Oswald Wiener das Konzept und den Begriff des sogenannten „Inneren Bildes“ ablehnte, da er davon ausging, dass das Denken vor der Sprache sowie der Verbildlichung stünde, bat er Maria Lassnig mittels „sprachlicher Instruktionen“ darum, diese bildnerisch umzusetzen. Wir werden uns allerdings in einem ersten Schritt diese Arbeiten von Lassnig genauer anschauen, da diese oft im Nachhinein nachdem ihr etwa die Augen verbunden waren, visualisiert wurden. Der Denkprozess und die Selbstbeobachtung, wie Oswald Wiener diese versteht, erfolgen also anders. Wir wollen diesem Konzept näher auf den Grund gehen, indem wir in der Gruppe zunächst eine Aufgabe der Selbstbeobachtung von Oswald Wiener tätigen. Im Anschluss werden sprachliche Instruktionen gegeben, die Augen verbunden, wir schreiben entsprechend der Selbstbeobachtung auf, wie die Schritte unseres Denkprozesses funktioniert und visualisieren im Anschluss unsere Assoziationen.
Ausgangspunkt ist ein kurzer Satz über ein Gefühl, eine Erinnerung oder einen schwer beschreibbaren mentalen Zustand. Diese Texte werden anonym zwischen den Teilnehmer*innen ausgetauscht, sodass jede Person die innere Erfahrung einer anderen Person durch Zeichnung oder eine Collage visuell interpretiert. Der Fokus liegt in dieser Session nicht auf der Fertigstellung eines Kunstwerks, sondern vielmehr auf der Selbstbeobachtung und der Distanz zwischen Denken, Sprache, Wahrnehmung und Bild.
Anmeldung bis 19.8.2026: cf@halle-fuer-kunst.at
Shiva Abossedgh *Iran, lebt in Graz
